Lost Generation

Lost Generation – das ist die junge Generation, die 1914 in den Ersten Weltkrieg zieht. Sie ahnt nicht, dass sie sich schon bald in einer weltweiten Katastrophe ungeahnten Ausmaßes befinden wird, gezeichnet von furchtbaren Verlusten. Diese Generation steht im Mittelpunkt der App.

Die Avatare sind die Hauptdarsteller. Sie haben zur Zeit des Ersten Weltkriegs tatsächlich gelebt. Sie erzählen ihre Lebensgeschichte anhand von Bildern und Originaldokumenten, professionelle Sprecher leihen ihnen ihre Stimme. Die dahinter stehenden historischen Figuren sind zur Zeit des Ersten Weltkrieges selbst noch Jugendliche oder junge Erwachsene. Wie sieht ihre Lebenswelt aus, was erleben sie in dieser Zeit und was bedeutet der Krieg für ihr Leben?

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Ernst Sachse
Ezechiel Hasgall
Hermann Böddinghaus
Marie Stier
Wilhelm Fries

Ernst Sachse:

Als 13-jähriger Gymnasialschüler schließt sich Ernst Sachse der Jugendgruppe „Hildesheimer Wandervogel“ an, die ihre Freizeit ohne Eltern und Erwachsene verbringt, was ihn maßgeblich prägt. Mit 17 Jahren schließt er die Schule ab und tritt auf einem großen Landwirtschaftsgut in der Lüneburger Heide den „Vaterländischen Hilfsdienst“ an. Dort lernt er seine große Liebe Dorle kennen. Im Februar 1918 wird er zur Feldartillerie in Hannover eingezogen und im September bekommt er den Marschbefehl an die Front…

Ezechiel Hasgall

Ezechiel kommt aus Gailingen am Bodensee, eine Gemeinde, die fast so viele jüdische wie christliche Einwohner hat. Erst auf dem Gymnasium in Ansbach lernt er die Ablehnung und den Hass einiger deutscher Mitschüler gegenüber den Juden kennen. Bei Kriegsbeginn studiert er in Berlin und besucht das dortige Rabbinerseminar. Er wird im März 1915 zur Infanterie eingezogen und kommt an die Westfront. Wie viele jüdische Soldaten kämpft er im Ersten Weltkrieg in der deutschen Armee und übt dort eine ganz besondere Funktion aus...

Hermann Böddinghaus

Der 16-jährige Internatsschüler aus Stolberg bei Aachen bereitet sich auf sein Abitur vor. Doch nach dem Attentat von Sarajewo überstürzen sich die Ereignisse und Hermann und seine Mitschüler fiebern dem Krieg entgegen. Als der Krieg ausbricht, möchte Hermann unbedingt Soldat werden. Er kann seine Eltern überzeugen und darf sich freiwillig melden. Im Sommer 1914 wird er in ein Ersatzbataillon bei Koblenz aufgenommen und zieht im Januar 1915 nach Frankreich an die Front…

Marie Stier

Drei Jahre vor Kriegsbeginn legt die junge Marie ihr „Versprechen“ als Diakonisse des evangelischen Diakoniewerks ab und arbeitet in Krankenhäusern, Heimen und Kirchengemeinden rund um Schwäbisch Hall. Nach Kriegsbeginn kommt sie unter der Leitung des Roten Kreuzes als Krankenschwester in ein Lazarett nach Ludwigsburg. Im Januar 1915 wird sie an der Ostfront eingesetzt. Ihr Glaube an Gott hilft ihr, die schrecklichen Erlebnisse und die schwere Arbeit in den über 30 Lazaretten, in denen sie bis Kriegsende eingesetzt wird, zu verkraften …

Wilhelm Fries

Der aus einer christlichen Familie stammende 13-Jährige geht auf die Volksschule. Sein Vater und seine Brüder arbeiten in der Industrie, als der Krieg ausbricht. Wilhelm und seine Mitschüler fiebern aufgeregt und begeistert dem Krieg entgegen. Seine drei Brüder werden zum Kriegsdienst eingezogen und fallen. Er selbst wird an der Heimatfront eingesetzt und produziert in einem Metallbetrieb, in dem er seine Ausbildung macht, Artilleriegranaten für den Kriegseinsatz. Mit dem Tod seiner drei Brüder verändert sich seine bis dahin positive Einstellung zum Krieg …